Das grüne Googeln – können wir beim Suchen die Umwelt schonen?

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Hast du dich schon einmal gefragt wie viel Energie eine Suchanfrage bei Google verbraucht? Ich hatte den Vergleich, dass eine Glühlampe, die eine Stunde brennt, dem Energieverbrauch einer Suchanfrage entspricht im Kopf. Tatsächlich wird laut Unternehmensangaben etwa 0,3 Wattstunden pro Anfrage aufgewendet. Um das zu veranschaulichen: bei 200 Suchanfragen hat man energetisch betrachtet ein Hemd gebügelt.
Die wirkungsvollste Strategie zum Schonen der Umwelt liegt folglich in der Vermeidung von Suchanfragen. Das ist natürlich eine recht triviale Erkenntnis. Dennoch werden Suchmaschinen häufig für sogenannte navigationale Anfragen genutzt. Anstatt direkt auf die Zielseite – beispielsweise www.hpi.de zu dirigieren, wird zu Teilen eine Anfrage wie „hpi de“ in Navigationszeile des Browsers und somit in die voreingestellte Suchmaschine eingegeben. Dies sind Anfragen, die sich einfach reduzieren lassen. Zusätzlich können einige domänenspezifische Anfragen auch direkt auf Wikipedia, Stack Overflow und Co. getätigt werden, wodurch der Suchaufwand abermals verringert wird.
Klar ist aber natürlich, dass wir Suchmaschinen weiterhin nutzen. Auch wenn Google selbst schon der weltweit größte Abnehmer erneuerbarer Energie ist, geht es immer noch etwas besser aus Nachhaltigkeitsaspekten. Eine Alternative bietet die Suchmaschine Ecosia, welche nicht nur mit 100% erneuerbarer Energie betrieben wird, sondern zusätzlich die durch Werbeeinnahmen generierten Gewinne in Aufforstungsprojekte investiert. Laut Angaben des Unternehmens wird mittels des Baumpflanzens durch jede Suchanfrage über Ecosia der Atmosphäre durchschnittlich 1kg CO2 entzogen. Etwa 45 Suchanfragen finanzieren im Schnitt einen neu gepflanzten Baum, der 20 Cent kostet. Je nachdem wie aktiv die Werbesuchergebnisse angeklickt werden. Im Übrigen rühmt sich Ecosia zusätzlich mit hohen Datenschutzstandards.
Ecosia basiert technologisch auf Bing – liefert also recht vernünftige Ergebnisse. Falls jedoch einmal eine Google Suche unabdingbar ist, so kann man diese auch auf der Ergebnisseite von Ecosia mit den vorher eingegebenen Stichwörtern unter Mehr auslösen. Und falls dies nicht zu oft geschieht, dürfte auch der Energieaufwand einer zweiten Suchanfrage durch die Aufforstungsprojekte von Ecosia mehr als ausgeglichen werden.

Ansicht der Suchmaschine Ecosia mit der „Mehr“ Option

Weitere alternative Suchmaschine sind beispielsweise von Utopia aufgelistet worden. Ich lade alle dazu ein, das eigene Suchverhalten zu reflektieren und bei Interesse dort weitere Alternativen zu recherchieren.

TL;DR:
1. Suchanfragen verbrauchen Energie, deswegen ist es sinnvoll möglichst wenige zu stellen. Gehe z.B. direkt auf www.hpi.de anstatt „hpi de“ in die Navigationszeile des Browsers einzutippen.
2. Nutze eine grüne Suchmaschine wie Ecosia, um durch Werbeeinahmen Aufforstungsprojekte zu unterstützen.

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